mit Werner Michlits,
Meinklang


 
Nach Abschluss des Oenologiestudiums und der Rückkehr auf den Hof der Eltern am Rande des Nationalpark Neusiedlersee haben Angela und Werner junior das Weinmachen neu gestaltet und den eigenen Verkauf begonnen. Mit im Team ist eine Herde aus 300 Angus-Rindern, die die Weingärten mit biologischem Dünger beliefern. Unter der Marke „Meinklang“ werden neben Wein auch Brände, Bier, Essig und Obstsäfte in Demeter-Qualität angeboten.


Biodynamische Landwirtschaft heißt für mich: Die Lebendigkeit der Natur zu erleben. Zu sehen wie sich Himmel und Erde beim Wachsen der Pflanzen begegnen, wenn eine Pflanze zart aus dem Boden keimt und dann zielstrebig dem Licht zuwächst. Wenn die Tiere am Hof den Nährstoffkreislauf schließen, also ausschließlich vom eigenen Futter der Weiden ernährt werden und wiederum durch ihren Kompost die Böden auf ganz natürliche Art gedüngt werden können. Das alles ist sehr faszinierend – wenn man die Natur und die Landwirtschaft wieder in sein Herz lässt und der Konsument wieder Bewusstsein dafür entwickelt.


Unseren „St. Laurent“ trinke ich am liebsten zu: Da gibt es eine unendliche Reihe an Gerichten. Beim Essen kann ich mich schwer entscheiden. Mir schmeckt alles und am liebsten aus eigenem Anbau. Für mich ist wichtig zu wissen, wie das Essen entstanden, gewachsen ist. Ein Rindsbraten von unseren Angusrindern kommt mir da ganz spontan in den Sinn.


Was viele über Angus-Rinder nicht wissen ist: Dass sie sehr gutmütige Tiere sind. Sie sind an extensive Haltung gewöhnt und haben die perfekte Fett-Marmorierung zwischen den Fleischfasern. Das kommt vom langsamen Wachsen und dem generell kleineren Körperbau.


Der Name Meinklang: Ist bei Niki und Barbara Eberstaller, dem Künstlerduo der Region, an einem langen Abend entstanden. Er beinhaltet alles, wofür wir stehen: M für Michlits, MEIN für die persönliche Handschrift in den Produkten, KLANG für Harmonie und EINKLANG weil wir mit der Natur und nach ihren Gesetzen arbeiten.


Das Besondere an Topaz-Äpfeln ist: Dass sie erst nach einer gewissen Lagerzeit ihr volles Aroma erreichen. Natürlich schmecken sie auch vom Baum herunter frisch, wir schaffen es aber, sie bis in den nächsten Sommer hinein in unserem Keller zu lagern. Ich mag den intensiven Fruchtsüße-Säure-Geschmack.


Von meinen Eltern habe ich gelernt:

Dass der gesunde Boden unser wertvollstes Gut ist, dass ich allem Anderen so begegne wie ich es mir auch für mich wünsche und dass ich abends mit gutem Gewissen ins Bett fallen kann.


 
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